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Die Réseaumessung in ELCOVISION 10 Die Réseaumessung ist der erste Schritt der photogrammetrischen Vermessung. Sie transformiert ein 'normales' Bild in ein Messbild. In erster Linie wird dabei ein kartesisches Koordinatensystem in ein Bild gelegt, damit die späteren Messungen einen eindeutigen Bezug haben: ![]() Das Bildkoordinatensystem nach der Réseaumessung Bilder digitaler Kameras Im Fall von Bildern digitaler Kameras ist dieser Prozess sehr einfach, der Anwender muss einfach ein Übersichtsbild des jeweiligen Bildes anklicken, um das Bild leserichtig zu drehen. Sind so genannte Exif Daten in den Bildern vorhanden so verläuft die Réseaumessung vollständig automatisch. ![]() Réseaumessung digitaler Bilder Bilder analoger Kameras Im Fall von Bildern analoger metrischer Kameras ist der Prozess der Réseaumessung ein wenig komplizierter. In diesem Fall kompensiert die Réseaumessung eine Reihe von verfälschenden Einflüssen, wie z.B. die Nichtplanlage des Filmes in der Kamera, die Verzerrungen und Stauchungen des Filmmaterials durch den Entwicklungsprozess, und die Nichtlinearitäten des Scanners beim einscannen des entwickelten Bildes. Diese Fehler sind zwar sehr klein und mit freiem Auge nicht erkennbar, jedoch verhindern sie präzise Messungen. In den analogen metrischen Kameras ist zu diesem Zweck eine so genannte Réseaugitterplatte eingebaut, deren hochpräzise eingeätzten Réseaukreuze bei der Aufnahme automatisch mitbelichtet werden. ![]() Réseaugitter einer Leica R5 ELCOVISION Da die Lage der Réseaukreuze äußerst exakt bekannt ist, kann durch die Messung der tatsächlichen Lage der Réseaukreuze im Bild eine mathematische Kompensation der oben genannten Fehler gefunden werden. Auch diese Form der Réseaumessung wird von ELCOVISION 10 weitestgehend automatisiert durchgeführt: ![]() Automatisch gemessene Réseaukreuze (mit Lupe) Die Réseaukreuze werden dabei von ELCOVISION 10 vollautomatisch mit hoher Subpixelgenauigkeit gemessen. In ELCOVISION 10 stehen dann für die Réseautransformation folgende Ansätze zur Verfügung:
Als Sonderfall gibt es noch die Réseaumessung von Bildern nicht metrischer Kameras wie z.B. Bildern von Überwachungskameras, Bilder normaler Amateurkameras oder historische Aufnahmen. Hier werden die Bildecken als Réseaumarken gemessen. Je genauer dabei die Negativgröße bekannt ist, desto besser kann das Bild später in die Orientierungsmessung eingeführt werden. |